Kewatec Aluboat

PEOPLE OF KEWATEC – RIKU KORKEANIEMI

Martti Vaahtoranta, 13.3.2020

AUTONARR UND BOOTSBAUER

US-Oldtimer auf den Straßen von Kokkola

Flaniert man durch die sommerlichen Straßen von Kokkola, kann man es nicht vermeiden, einen oder mehrere US-Oldtimer zu sehen. Man hört auch und sogar riecht sie, diese alten Autos ohne Katalysator und mit Maschinen, die nicht mehr immer ganz dicht sind und ein wenig Schmieröl zusammen mit dem Benzin verbrennen. Manche von diesen großen und alten Autos sind sorgfältig restauriert, einige regelrecht getunt, wie man so sagt, und welche von ihnen einfach nur alt, das aber mit Würde.

Es müssen also in Kokkola überdurchschnittlich viele Autotüftler sein, die alten amerikanische Autos mögen. Und ganz bestimmt ist einer von ihnen Riku Korkeaniemi, der zwar in Perho geboren wurde, aber schon lange in Kokkola wohnt und bei Kewatec arbeitet.

Warenbeförderung auf dem Werftgelände

Es wäre in der Tat schwer, sich Kewatec ohne Korkeaniemi vorzustellen. Seit dem Jahr 2002 gehört er zur Crew. Auf dem asphaltierten Werftgelände wird er aber meistens in einem Gabelstapler und eher selten in einem alten amerikanischen Auto gesehen.

Die Kewatec-Werft ist eine ziemliche logistische Herausforderung. Am Hauptsitz der Firma gibt es zwei Hallen, in denen die Boote gebaut werden. Die dritte ist ausschließlich eine Lagerhalle. Andererseits werden Waren auch in den Fertigungshallen aufbewahrt. Und alle diese Materialien, Geräte und Teile müssen im rechten Moment an die richtige Stelle befördert werden.

Und selbstverständlich fahren kleine oder manchmal richtig große und schwere Lastenwagen fast wie eine ununterbrochene Kette durch das Tor in den Firmenhof rein und bringen Waren mit. Schwer ist aber auch die Ausrüstung, die man benutzt, wenn zum Beispiel ein zusammengeschweißter Rumpf zur benachbarten Firma zum Lackieren gebracht wird.

Riku Korkeaniemi fährt selbst aber meistens ein wesentlich kleineres Transportmittel. Der Gabelstapler wird allerdings manchmal auch bei Beförderung eines Bootes auf einem Trailer von der Halle auf den Kai, von wo aus es aufs Wasser gesetzt werden soll, benutzt. Viel öfter geht es aber darum, Teile und Ausrüstung von einer Halle zu einer anderen zu transportieren.

Schon in den jungen Jahren angestellt

Erfahren in seiner Arbeit ist Riku Korkeaniemi auf jeden Fall. Er war erst ein junger Blechschmied-Lehrling, als es dem Gründer von Kewatec, Karl Erik „Kalle“ Wargh gelang, ihn für seine Firma anzuwerben. Seitdem arbeitet Korkeaniemi bei Kewatec. Und obwohl er nach wie vor schweißt, wenn’s darauf kommt, bestehen seine Aufgaben vor allem aus der Logistik und aus der Wartung der entsprechenden Ausrüstung. Und auch dies passt ihm gut, weil er ebenfalls ein ausgebildeter KFZ-Mechaniker ist.

Die Boote wurden zum Beruf eines Autonarren, der aus dem Binnenland kam

”Ich habe lediglich ein berufliches Verhältnis zu den Booten. Anders, wie für manche Küstenbewohner, sind sie für mich kein Hobby. Das gilt auch dem Meer,” erzählt Korkeaniemi.

Vor seiner Zeit bei Kewatec war Korkeaniemi auch bei der Betonfirma Betset Oy angestellt. Danach ist das handzuhabende Material leichter geworden, obwohl auch Aluminium ganz schön schwer sein kann, wenn ein daraus gefertigtes Teil groß genug ist.

Arbeit, die man in einer guten Gesellschaft gerne tut

Die Arbeit an sich fällt aber Riku Korkeaniemi nicht schwer. „Ich fühle mich wohl bei Kewatec, und zwar sowohl in der Arbeitsgemeinschaft als auch in meiner Arbeit, daran ich ihre Vielfältigkeit am meisten schätze,“ sagt er und fügt zu: „Nichts daran ist besonders schwer.“ Und wenn man ihn fragt, was er dennoch in seiner Arbeit ändern möchte, schmunzelt er: „Ja, das Gehalt könnte natürlich grösser sein.“

Wenn aber die Arbeit dennoch Korkeaniemi stressen würde, wäre die Tüftelei mit den amerikanischen Oldtimern bestimmt ein wirksames Gegengift dazu. Und das Schwimmen, das ihm hilft, auch den Körper fit zu halten.

Und wieder würden die Waren bei Kewatec befördert, so, wie heute.