Kewatec Aluboat

PEOPLE OF KEWATEC – PETRI KATTILAKOSKI

Martti Vaahtoranta, 1.11.2020

ES FÜHLT SICH WOHL ALS BETRIEBSRAT BEI KEWATEC – DOCH DIE ARBEIT KÖNNTE NOCH MEHR HERAUSFORDERN

Man wird Betriebsrat nicht aus Versehen

Der Schweißer Petri Kattilakoski ist der Betriebsrat von Kewatec seit dem Jahr 2012.

Was macht aber eigentlich ein Betriebsrat? – Na ja, ehe er überhaupt etwas tun kann, muss er das Vertrauen der Mitarbeiter haben, die er dem Arbeitgeber entgegen vertritt. Deshalb kann der Betriebsrat nicht ein beliebiger Arbeitskollege sein. Er muss vertrauenswürdig sein.

Ein Betriebsrat muss die Arbeit und die Arbeiter kennen

Um seiner Aufgabe nachgehen zu können, muss ein Betriebsrat die Arbeit der Arbeiter, die er vertritt, verstehen. Er muss aber auch das Vertrauen des Arbeitgebers und der Firmenleitung genießen. Denn der Betriebsrat ist ein Link zwischen den Arbeitnehmern und dem Arbeitgeber, und dieser Link muss in beide Richtungen funktionieren.

Daher lohnt es sich genau zuzuhören, was der Betriebsrat zum Thema „Arbeitsgemeinschaft“ oder „Arbeitgeber“ oder auch über die Arbeitsvorgänge auf dem Arbeitsplatz sagt. Das, was er sagt, basiert auf gründlichen Kenntnissen über die Arbeit und die Arbeiter.

Ausbildung zum Automechaniker und zum Metallarbeiter im tiefen Binnenland

Petri Kattilakoski ist im Jahr 1980 in Kannus, Mittel-Pohjanmaa, weit weg von der Küste geboren. Auch sein Schulweg schien ihn nicht in Richtung Ostseeufer zu führen: An der Berufsschule hat er KFZ-Mechaniker gelernt und sich auch die Grundkenntnisse der Metallbearbeitung beigebracht.

Seinen ersten Arbeitsplatz nach der Berufsschule hat der junge Mann dann auch als Metallbearbeiter in seiner Heimat Kannus gefunden. Während der zwei Jahre in dieser Arbeit hat er die Metalloberflächenbehandlung gründlich gelernt.

Es zieht den Schweißer zu den Werften

Man hätte es sich vorstellen können, dass Kattilakoski nach den Metallarbeiten vielleicht als KFZ-Mechaniker hätte arbeiten wollen. Dagegen hat er das Schweißen gelernt und dann die Weite gesucht. Vier Jahre hat er unterwegs als Schweißer überall in Finnland, aber auch auf den norwegischen Werften gearbeitet. Er hat die Flusslandschaft in Mittel-Pohjanmaa gegen das norwegische Salzwasser getauscht.

Zuvor hatte er gar kein Verhältnis zum Meer und kaum zu den Booten. Es war für ihn ein großer Schritt, das Flussufer von Lestijoki und die dortigen Ruderboote zu verlassen und Schiffsbauer in Norwegen zu werden.

In Lahdenperä angekommen

Zurück zu seiner Heimat ist Petri Kattilakoski nie gekehrt. Schon als etwa zwanzigjähriger ist er das erste Mal in Kokkola gelandet.

Kokkola ist eine Hafenstadt. Da ist das Brachwasser der Ostsee zwar kaum salzig, aber es ist dennoch Meereswasser. Und an direkt am Meer befindet sich das Industriegebiet Lahdenperä.

Da hat Kattilakoski nach seinen Wanderjahren seine beruflichen Wurzeln geschlagen und ist in Kokkola weiterhin geblieben. Ganze fünf Jahre hat er bei Kokkolan Pikahitsaus Oy gearbeitet.

Diese Metallbearbeitungsfirma hat in Kokkola zwar eine Produktionsstätte auch auf dem Industriegebiet Jänismaa, wie heutzutage ebenfalls das Kewatec AluBoat. Ihre andere Produktionsstätte hat sie aber in Lahdenperä in der direkten Nachbarschaft von Kewatec. In der Tat ist sie ebenfalls einer der Unterlieferanten von Kewatec.

Durch Leiharbeit zum unbefristeten Arbeitsvertrag

Der Schritt zum Nachbarn war für Petri Kattilakoski nicht lang. Er hat bei Kewatec zuerst als Leiharbeiter angefangen.

„Ich habe mich bei Kewatec wohlgefühlt. Die Arbeit war abwechslungsreich, und man hatte viel Freiheit, sie durchzuführen. Die Mitarbeiter haben Gehör gefunden. Ihre persönlichen Anliegen, sogar ihre Familienangelegenheiten, wurden ernst genommen,“ erzählt Kattilakoski, zu deren Familie neben Frau auch drei Kinder gehören.

”Der Arbeitsführung war das gar nicht egal, was für die Arbeiter wichtig war. Die Arbeit wurde flexibel und auf eine positive Art und Weise geleitet.” So beschreibt der jetzige Betriebsrat die Firma Kewatec, wie sie damals war, als er sie kennengelernt hat. Und aus dem Leiharbeiter wurde ein Schweißer mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag und letztlich auch der Vertreter der Mitarbeiter seines Arbeitgebers.

Firmenwachstum und -entwicklung als eine persönliche Herausforderung

In seinen jungen Jahren hat Kattilakoski Federball gespielt. Heutzutage findet man ihn öfter beim Gewichtheben oder beim Fittnessboxen.

Wie gut aber, dass man an der Arbeit nicht um sich herumschlagen oder gar genau zielen und dann zuschlagen muss. Vielleicht ist es aber nicht verkehrt, hin und wieder Gewichte zu heben, um die Herausforderungen durch den rasanten Zuwachs von Kewatec und durch dessen Einwirkungen auf die Belegschaft bewältigen zu können. Oder eigentlich spricht Kattilakoski von sich selbst, wenn er sagt:

”Ich mag die Selbständigkeit meiner Arbeit. Meine Hauptaufgabe ist es, Bootsteile zu fertigen. Und weil ich allein arbeiten darf, kann ich selbst im Voraus planen, wie ich meine tägliche Arbeit ausführen werde. Schwieriger ist für mich aber das mit dem Zuwachs der Firma und der immer größeren Belegschaft.“

Obwohl die Vielfalt als Reichtum gesehen werden kann, ist es für Petri Kattilakoski eine Herausforderung, immer mehr neue Arbeitskameraden kennenzulernen. Auch die Arbeit ist nicht gleichgeblieben. „Früher konnte ich im ganzen Bootsbauprozess vielseitig bis zu verschiedenen Montagearbeiten mitarbeiten. Jetzt ist meine Arbeit eintöniger. Ich fühle mich quasi wie ein Teil einer Maschinerie. Es ist nicht unbedingt ein angenehmes Gefühl.“

Kattilakoski, der Betriebsrat und Professioneller Bootsbauer, denkt auch laut, ob man die Arbeitsteilung zwischen den einzelnen Abteilungen noch durchdenken sollte und ob man das Akkordarbeitsmodell zumindest in der Aluminiumabteilung noch weiterentwickeln könnte.

Sich bei Kewatec bewerben?

Dennoch empfiehlt Kattilakoski ohne zu zögern und auf jeden Fall Kewatec als Arbeitsplatz denjenigen, der – oder die – überlegt, ob es sich lohne, sich bei Kewatec zu bewerben. „Die Arbeit wird flexibel gestaltet und gut geführt, und auch die Arbeitsumgebung ist sauber. Es lohnt sich, sich bei Kewatec zu bewerben.”

Sich selbst wünscht Petri Kattilakoski die Chance, in der Arbeit noch weiterkommen und neue Herausforderungen bewältigen zu können. Die Belegschaft entwickelt sich zusammen mit dem wachsenden Betrieb. So ist es gut.