Kewatec Aluboat

PEOPLE OF KEWATEC – MARKO KUJALA

Martti Vaahtoranta, 29.5.2020

DER EINKAUFSLEITER TRÄGT EINE GROSSE VERANTWORTUNG IN DER FIRMA

 

Nicht die großen Einnahmen, sondern die kleinen Ausgaben!

 

Wir etwas älteren Menschen, deren Eltern noch das Krieg und die Zeit der Knappheit danach miterlebt haben, haben gelernt, zu sparen. „Nicht die großen Einnahmen, sondern die kleinen Ausgaben.“ Diesen Slogan haben wir oft gehört.

Diese Einstellung ist nicht notwendig immer gut für die Volkswirtschaft, die von der Nachfrage lebt. Für einen einzelnen Konsumenten kann es aber die einzige Möglichkeit sein, um überhaupt klarzukommen. Zumindest kann man mit dieser Methode sich etwas Nützliches oder auch ein Bisschen Luxus anschaffen, was sonst nicht möglich wäre.

Es könnte auch sein, dass diese Einstellung immer mehr globale Bedeutung gewinnen wird. Wir sind an die Grenzen der natürlichen Ressourcen dieser Welt gekommen. Man kann nicht mehr essen, als man erntet.

Auf jeden Fall aber findet dieses Prinzip im Haushalt eines Unternehmens Gebrauch. Seine Ausgaben sind immer im richtigen Verhältnis zu den Einnahmen zu halten.

Und Kewatec hat auch anderes auszugeben als die Löhne der Belegschaft oder die Miete der Räumlichkeiten. Riesige Mengen von verarbeitetem Material und eingebauter Ausrüstung werden durch den Schiffsbauprozess bei Kewatec quasi von deren Herstellern an die Kunden geliefert. Und all das muss von Kewatec zuvor gekauft werden, ehe es verarbeitet oder eingebaut werden kann.

So hat das qualitativ hochwertige seewasserbeständige Aluminium seinen Preis, und die Boote werden von großen, kraftvollen und – jawohl – teuren Maschinen angetrieben. Von neugierigen Blicken versteckt laufen in den Booten Unmengen von Kabeln, die Strom für die unzähligen Geräte liefern, ohne welche die Boote gar nicht navigiert oder auch nicht gesteuert werden können. All dies kostet Geld.

Ein Laie würde auch nicht sofort daran denken, wie viele Schläuche, Schlauchklemmen, Nippel, Bolzen, Schrauben, Muttern und andere kleine Dinge gebraucht werden, bevor ein großes Arbeitsboot zum Stapellauf fertig ist. Und jedes von denen kostet etwas.

 

Ein Einkaufsleiter muss genau aufpassen

In diesem Bereich ist der Einkaufsleiter von Kewatec, Marko Kujala, tätig. Seine Arbeit ist äußerst wichtig für die Rentabilität der Firma, indem er dafür sorgt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Einkaufen des Materials und der Geräte stimmt und dass durch ihre rechtzeitige Lieferung die Produktion am Laufen bleibt.

Daher ist Kujala ständig in der Suche nach passenden Produkten und deren Lieferanten auf dem Markt. Er vergleicht die Angebote der Anbieter. Er schließt Kaufverträge und plant die Beschaffungsstrategie.

So kümmert sich Kujala auch darum, dass die Waren nicht nur qualitativ gut und preiswert sind, sondern auch darum, dass sie rechtzeitig geliefert werden. Es ist unerträglich, wenn z.B. einem sonst fast fertigen Boot die Fenster fehlen, weil sie nicht rechtzeitig geliefert wurden. Die sollten aber unbedingt in der warmen Halle eingebaut werden, aber das Boot sollte wegen anderer Boote, die schon in der Schlange stehen, raus aus der Halle. Denn in der Schweißhalle sollte schon die Produktion neuer Projekte beginnen.

Das Fertigungsprozess von Kewatec ist in der Tat wie ein hochtouriger Rennmotor, der sofort zu husten beginnt, wenn nur an einer Stelle nicht alles exakt so läuft, wie es sollte. Und wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Beschaffung nicht stimmt, wird aus einem guten Projekt ein unrentables Produkt.

 

Vom tiefen Binnenland an die Ostseeküste

Marko Kujala, der erst seit dem Jahresende 2018 bei Kewatec arbeitet, ist daher eine wesentliche Verstärkung für deren Belegschaft.

Kujala ist als Bauernsohn im finnischen Binnenland in Halsua, Keski-Pohjanmaa, geboren. Wasser gibt’s zwar auch dort in mehreren Binnenseen. Dennoch sagt Kujala, dass er sich am besten auf dem Ufer fühlt.

Nach der Schule hat Kujala eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter gemacht. Da kann man schon etwas von einem künftigen Einkaufsleiter einer Exportfirma ahnen!

Die Arbeitslaufbahn von Kujala hat ihn aber anfangs in eine völlig andere Richtung geführt. Aus ihm wurde ein Urlaubsvertreter in der bäuerlichen Wirtschaft zuerst in seinem Geburtsort Halsua und dann in Kälviä, wo seine Frau herstammte. Auch die paar Jahre dazwischen im Dienst von DeLaval, wo die Arbeit einerseits ihrer Ausbildung entsprach und andererseits viel mit seiner Arbeit im Dienst der bäuerlichen Wirtschaft zu tun hatte, haben ihn nicht an die Küste gebracht und ihn nicht in den Dienst der Bootsindustrie vorbereitet.

Ein Wenig anders müsste aber wohl Kujalas Hobby beurteilt werden. Daraus wurde für ein Paar Jahre für ihn sogar der Beruf. Die Computer haben ihn in den Dienst der IT-Firma Data Haitekki in Kaustinen gebracht. Und ohne die IT-Technologie kann man ja die Arbeit eines Einkäufers in einem modernen Unternehmen sich nicht vorstellen.

 

Der Ruf der Landstraße – und vom Schnee

Währenddessen hatte die Familie Kujala schon nach Kälviä umgezogen. Neben den Eheleuten gehört auch eine schon erwachsene Tochter dazu.

Auch in Kälviä wurde aus Kujala kein „Seemann“. Er fühlt sich nach wie vor besser auf der Straße als auf dem Wasser. In der Sommerzeit fährt er oft mit seinem beachtlichen Motorrad auch zur Arbeit. Und wenn das Wetter sein Spielchen spielt, wird aus den 25 Kilometern nach Hause eine viel längere Fahrt, bis der Landstraßenhunger gestillt worden ist. Und im Winter wird mit einem Motorschlitten gefahren, meistens auch während einer Urlaubswoche in Lappland.

 

Dennoch ein Bootsbauer

Trotz allem ist Kujala schon lange ein „Jachtsmann“. Denn vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2018 war er im Dienst der Bootswerft Finn Marin in Kokkola zuerst in der Produktionsstätte Kölitie und dann mit der vollen Verantwortung für die Einkäufe in der Produktionsstätte Lahdenperä. Zeitweise hat er sich auch um die Warenlieferungen für die Subunternehmer in Veteli, Valkeakoski und Sammatti gekümmert.

Die Einkaufprozesse in der Bootsindustrie waren also für Kujala bekannt, als Kewatec AluBoat in der unmittelbaren Nachbarschaft seines damaligen Arbeitgebers eine offene Stelle eines Einkaufsleiters im Herbst 2018 meldete. Er hat nicht verzögert, sein Können einem Betrieb, der es zu schätzen weiß, zur Verfügung zu stellen.

 

Ein herausfordernder Job im guten Arbeitsklima

„Meine Arbeit ist schon herausfordernd, aber die kann ich andererseits völlig selbständig verrichten. Allein muss ich dennoch nicht sein, denn bei der Arbeit werde ich von einer Gemeinschaft eiserner Profis unterstütz.

Das Arbeitsklima ist sehr gut. Ich fühle mich auf meinem neuen Arbeitsplatz wohl und hoffe, dass ich meinerseits eine gute Zukunft für Kewatec mit bauen kann,“ sagt Kujala.

Kujala kann auch auf Grund seiner noch kurzen Erfahrung Kewatec als Arbeitsstelle für andere empfehlen: „Die Küste von Österbotten ist von der Bootsindustrie bekannt, und Kewatec AluBoat hat einen guten Ruf als Arbeitgeber.“

So ist es ja: Menschen bauen Boote und kaufen für sie die Material, Geräte und Zubehör ein. Deshalb lohnt es sich, für die Belegschaft und für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen. Durch Marko Kujala ist es bestimmt nicht schlechter, sondern – wenn möglich – noch besser, als vorher, geworden.