Kewatec Aluboat

People of Kewatec – Kimmo Herronen

Martti Vaahtoranta, 26.8.2019

”Ich habe mein letztes Boot nach Borgå verkauft. Es war so ein dänischer Motorsegler mit einer richtigen Steuerkabine. Ich habe es im Frühling auf dem eigenen Kiel selbst dem Käufer geliefert. Es war wunderbar, in der geheizten Kabine zu sitzen, obwohl draußen vielleicht nur fünf Grad warm war. Der Steuermann musste nicht in der Plicht frieren.“

Klingt sehr nach Kewatec.

Kimmo Herronen (geb. 1964) ist ein Mann, der in der Welt der Boote ganz zu Hause ist. In seinen etwa zwanzig aktiven Segeljahren hat er gründlich die Gewässer auf beiden Seiten der Bottensee, aber auch das „Scheerenmeer“ an der finnischen Südwestküste und in Åland wie auch den Archipel von Stockholm kennengelernt. Und mit seiner Frau hat er mal ein Boot auch in Kroatien gemietet, um auf etwas wärmeren Gewässern zu segeln als bei Kokkola.

Das Boot ist aber, wie gesagt, verkauft worden. Jetzt hat Herronen ein neues Hobby, das eigentlich ein ganz altes ist: Rallye fahren.

Das passt mehr als gut zu einem Mann, der zum Automechaniker ausgebildet wurde und sowohl während des Wehrdienstes als auch beruflich Auto gefahren ist. Eigentlich ist Herronen auch jetzt eher Mechaniker und Beifahrer als Fahrer, obwohl er es sich als Ziel gesetzt hat, wieder mal auch selber zu fahren – wenn er gerade nicht auf Skiern den Berg herunterkommt oder einfach nur mit dem Hund draußen unterwegs ist.

An Arbeitstagen findet man Herronen in der Produktionshalle bei Kewatec. Er ist dort der eine von den beiden Vorarbeitern, die sich mit ihrem Team um die Installation der Systeme und der Ausrüstung kümmern. Was würde auch besser zu einem Mann passen, der eine Ausbildung zum Maschinenmechaniker gemacht hat und der über eine lange Erfahrung von der Wartung des eigenen Bootes verfügt? Und natürlich hat Herronen seit seiner Kindheit ein enges Verhältnis zum Meer. War doch seine Mutter in Marinkainen geboren, und die Eltern hatten ein Sommerhäuschen auf einer Halbinsel an der Ostsee.

Kewatec war auch nicht der erste Arbeitsplatz, wo Herronen etwas mit den Booten zu tun hatte. Sein Arbeitgeber davor war die Bootswerft Marino. Da hat er drei Jahre Maschinen und technische Geräte installiert. Erst bei einer drohenden Arbeitslosigkeit bei Marino hat er seinen Arbeitsplatz in Bennäs gegen das Industriegebiet Lahdenperä in Kokkola getauscht.

Heute wäre die Arbeitsgemeinschaft bei Kewatec ohne Herronen schwer vorstellbar. Obwohl die Installation der Systeme, der Geräte und der Maschinen schon im Voraus sorgfältig geplant wird, bleibt dennoch vieles übrig, was man an Ort und Stelle entscheiden muss. Und Herronen ist einer von denen, die diese Entscheidungen treffen. Da braucht man Kenntnisse, die einem eine lange Erfahrung mit Booten und Maschinen gibt.

Dazu trägt aber auch der Sinn für den Humor bei. Obwohl man es nicht unbedingt bei der ersten Begegnung mit Herronen glauben würde, wohnt in ihm ein Humorist, der sagt, dass das Beste in einem Arbeitstag – „neben der Tatsache, dass er immer ein Ende nimmt“ – das lustig-lockere Plauschen mit den Arbeitskollegen sei. Daher ist es immer schön, die Produktionshalle zu besuchen. Man kann nachfragen und fachsimpeln und immer etwas Neues lernen, aber meistens so, dass es einem innerlich guttut, wie der richtige Humor immer.

Dies hilft der gesamten Arbeitsgemeinschaft unter dem Druck, den der enge Zeitplan und die voneinander folgenden Herausforderungen mit sich bringen. Zum Beispiel Probleme bei der Lieferung der Ausrüstung an die Werft oder die letzten Änderungen am fast fertigen Boot könnten sonst Stress und Ermüdung, sogar Überdruss an der ganzen Arbeit mit sich bringen.

Glücklicherweise ist laut Herronen Kewatec ein recht flexibler Arbeitgeber. Bei den Kaffeepausen hat man es nie eilig!

So schafft man es dann auch, Überstunden zu machen, wenn’s wieder mal sein muss. „Ich meine, es lohnt sich schon, sich bei Kewatec zu bewerben“, sagt Herronen.