Kewatec Aluboat

PEOPLE OF KEWATEC – JUKKA KULTALAHTI

Martti Vaahtoranta, 22.5.2020

DER TIEFE TON EINES MARINEMOTORS UND WER IHN STIMMT

 

Es klingt bei Kewatec

Kewatec ist eine ganz besondere Firma. Oder vielleicht ist es gar nichts Besonderes in Pohjanmaa. Vielleicht ist es gerade in Keski-Pohjanmaa üblicher, als sonst in Finnland, dass man etwas mit der Musik zu tun hat.

So oder so, eine Tatsache bleibt, dass man unter den Mitarbeitern bei Kewatec des Öfteren einen Musikliebhaber findet, wenn man nur ein Bisschen nachhakt oder etwas genauer zuhört. Es sind welche, die der Musik zuhören, und einige, die auch selbst musizieren, singen oder ein Instrument spielen.

Nur Musik ist nicht gleich Musik. Man findet einige, die ganz besonders Orgelmusik lieben und sogar selbst die Register ziehen und das gewaltige Instrument zum Klingen bringen können. Man findet Liebhaber des einheimischen Schlagers, aber auch aktive Chorsänger mit klassischer Musik im Repertoire.

 

Musik und Metall

Es gibt aber bei Kewatec auch Freunde der „Metal Music“. Es wäre in der Tat äußerst seltsam, wenn auf einer Werft, die aus Aluminium Arbeitsboote baut, keine Liebhaber dieser Musikrichtung wären – auch, obwohl die Boote eben aus Aluminium und nicht aus Stahl hergestellt werden!

Einer dieser Liebhaber ist der Monteur Jukka Kultalahti. Und er nicht nur hört zu, sondern auch singt „metallische Rockmusik“ in einer Band namens Take Me Down.

Gut singt er, wie er auch gute Arbeit bei Kewatec leistet. Die ist aber beileibe nicht gleich schwer und hart, wie die Songtexte, die Kultalahti selbst schreibt – hoffentlich und zumindest nicht immer.

 

Vom Schweißer zum Monteur

Jukka Kultalahti ist in Kokkola geboren und zum Klempner-Schweißer ausgebildet worden. Als Schweißer am Rumpfbau hat er auch die Arbeit bei Kewatec im Jahr 2013 angefangen. Nach etwa zwei Jahren kam es jedoch aus betrieblichen Gründen zu Kündigungen in der Firma, und Kultalahti hat sich wieder bei seinem früheren Arbeitgeber, bei der Firma Mesmec gefunden. Er hatte dort schon zuvor fünf Jahre bei der Systemfertigung für die Lebensmittel- und Prozessindustrie gearbeitet. Dazu gehörten sowohl Schweiß- als auch Installationsarbeiten.

Die Situation hat sich aber recht bald geändert. Daher konnte Kultalahti wieder zurück zu Kewatec, diesmal aber zu Montagearbeiten. Die Maschineninstallationen waren jetzt sein Spezialgebiet.

 

Der Flurfunk informiert

Dass Jukka Kultalahti sich überhaupt bei Kewatec beworben hat, hatte nichts mit Booten als Hobby oder desgleichen zu tun. Zwar hatte er auch ein gewisses Verhältnis zum Meer, wie es üblich bei den Küstenbewohnern ist. Dazu gehörten das Sommerhäuschen der Familie und die Paar Boote da.

Dennoch war es nicht das, was bei Kewatec hergestellt wurde, sondern der Flurfunk, der sein Interesse auf die Arbeit am Bootsbau weckte. Oder genauer genommen waren es ein Paar Freunde, die bei Kewatec schon arbeiteten. Und Kultalahti hatte ja auch selbst schon im Jahr 2004 bei Kewatec – damals auf dem Industriegebiet Indola in Kokkola – ein Praktikum gemacht. So fremd war Kewatec also auch für ihn nicht.

 

Maschineinstallationen als eine Zusammenarbeit

Schon als Kultalahti als Schweißer gekündigt wurde, wurde ihm quasi die Hintertür offengelassen, jetzt aber zu Installationsarbeiten. Und so ging es auch. Schon lange arbeitet er als Installateur vor allem in der Montagehalle in Lahdenperä wie auch an Bord der Boote, die schon am Kai still oder ein wenig schaukelnd liegen.

Kultalahti mag seine Arbeit. „Ich habe feine Arbeitskollegen und eine großartige Arbeitsgemeinschaft um mich. Wir arbeiten als Team. Und auch das ist nicht nur schlecht, dass nicht alles immer bis ins letzte Detail geplant wurde. Da hat man Platz für die eigene Kreativität,” sagt er.

Daher wäre es ihm überhaupt nicht schwer, auch selbst per Flurfunk weiterzugeben, dass bei Kewatec Arbeit zu haben ist.

Denn die Musik spielt ab bei Kewatec, und wenn sonst nicht, dann wenigstens im Hafen am Kai, wo ein gerade erst eingebauter Marinediesel zum ersten Mal angelassen wird. Es ist recht schwere Musik in tiefer Tonlage, aber sie klingt gut.